Curriculum Vitae

Prof. Dr. Renate Zimmer ist Erziehungswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt „Frühe Kindheit“ und Direktorin des Niedersächsischen Instituts für Frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe). Bis zum 31.03.2016 leitete sie das Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften der Universität Osnabrück und innerhalb des Instituts den Arbeitsbereich „Sport und Erziehung“.

Renate Zimmer ist national und international bekannt durch zahlreiche Vorträge und Veröffentlichungen: Sie hat mehr als 45 Bücher zu den Themen „Entwicklungsförderung“, „Bewegtes Lernen“, „Psychomotorik“, „Bewegung und Sprache“ geschrieben, die in viele Sprachen (u.a. auch ins Griechische, Koreanische, Chinesische, Finnische, Polnische) übersetzt wurden.

2007 wurde sie für ihr bildungs– und gesellschaftspolitisches Engagement für Kinder mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet. 2010 wählte sie die Zeitschrift ‚Unicum Beruf‘ zur „Professorin des Jahres“.

Renate Zimmer ist Redaktionsbeirat in verschiedenen Fachzeitschriften und Mitglied verschiedener wissenschaftlicher Vereinigungen, u.a. des wissenschaftlichen Beirates der ‚Stiftung Lesen‘ und der Landesstiftung Baden-Württemberg im Projekt „Sag mal was“.

Beruflicher und wissenschaftlicher Werdegang:

Nach dem Abitur studierte Renate Zimmer das Fach Sport an der Deutschen Sporthochschule Köln und am Hochschulinstitut für Leibeserziehung an der Universität Mainz und schloss als „Sportpädagogin“ ab.

Von 1968 bis 1972 war sie hauptamtlich als Lehrerin am Staatlichen St. Willibrord Gymnasium Bitburg und an der Grundschule Bitburg tätig. Von 1972 bis 1976 absolvierte sie ein zweites Studium an der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule Rheinland–Pfalz, Abt. Worms mit dem Abschluss: Diplom–Erziehungswissenschaftlerin (Schwerpunkt „Frühe Kindheit“).

Ihre wissenschaftliche Laufbahn begann sie mit einer Stelle als Wissenschaftliche Assistentin an der Pädagogischen Hochschule Niedersachsen, Abteilung Hildesheim. 1980 promovierte sie zum Dr. phil. an der Universität Osnabrück. Der Titel ihrer Dissertation lautete „Motorik und Persönlichkeitsentwicklung bei Kindern im vorschulischen Alter. Eine empirische Studie zum Zusammenhang motorischer, kognitiver, emotionaler und sozialer Variablen“.

1981 wurde sie zur Professorin für Sportwissenschaft (Universität Osnabrück) berufen. In den Lehramtsstudiengängen vertrat sie den Bereich Sportpädagogik (Sportdidaktik) und hatte an der Universität unterschiedliche Ämter inne, war u.a. Dekanin des Fachbereichs für Erziehungs- und Kulturwissenschaften, Mitglied des Senats und Leiterin des Instituts für Sport- und Bewegungswissenschaften. Seit 2007 ist sie Direktorin des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung.

Forschungsaufenthalte und Lehraufträge führten sie an die Freie Universität Bozen/Italien, die Democritus University of Thrace in Komotini/Griechenland, das Institut für Frühpädagogik der Zhejiang Normal University in Hangzhou/China, an die University of Lower Silesia ul. Wagonowa in Wroclav/Polen und an die EWHA Womans University in Seoul/Südkorea.

Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören u.a. die Themen Bewegung und Sprache, Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen, frühkindliche Bewegungserziehung, Entwicklungsdiagnostik, Psychomotorik und Selbstkonzept. Aus ihrem vielfältigen beruflichen, aber auch ehrenamtlichen Engagement sind besonders herauszuheben die bundesweiten Kongresse „Bewegte Kindheit“ die von ihr 1991 initiiert wurden und seither in regelmäßigen Abständen in Osnabrück stattgefunden haben. Mit 3000 Teilnehmer/innen gehören sie zu den größten und bekanntesten Kindheitskongressen in Deutschland.

Ehrungen und Auszeichnungen:

08.10.2010 Verleihung der E.J. Kiphard-Medaille weiterlesen…
18.01.2010 Professorin des Jahres 2009 – Preisverleihung durch die Zeitschrift UNICUM Beruf weiterlesen…
04.09.2007 Verleihung des Bundesverdienstordens der Bundesrepublik Deutschland – überreicht durch den damaligen Bundespräsidenten Herrn Köhler weiterlesen…