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Prof. Dr. Renate Zimmer ist Erziehungswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt „Frühe Kindheit“ und Professorin für Sportwissenschaften an der Universität Osnabrück. Seit 2007 ist sie Direktorin des Niedersächsischen Instituts für Frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe).

Vorträge 2018

Eine Auswahl aktueller Vorträge für 2018 können Sie hier einsehen.

Aktuelle Beiträge

Kultusminister Grant Hendrik Tonne besucht nifbe

4. Juni 2018

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne hat am heutigen Montag das „Niedersächsische Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung“ (nifbe) in Osnabrück besucht und sich mit Vorstand und Geschäftsführung ausgetauscht. Gesprächsschwerpunkte waren die Beitragsfreiheit im Kindergarten, die alltagsintegrierte Sprachförderung in Kindertageseinrichtungen und die Reform der Erzieherausbildung. „Das Augenmerk der Landesregierung liegt auf der Stärkung der frühkindlichen Bildung und Betreuung in Niedersachsen. Deshalb haben wir bereits viele Schritte unternommen, die notwendig sind, um Niedersachsen zum Kita-Land Nummer 1 zu machen. Das nifbe ist dabei ein wichtiger eigenständiger Baustein zur weiteren Qualitätsentwicklung in der frühkindlichen Bildung in Niedersachsen“, sagte Tonne. Nifbe-Direktorin Prof. Dr. Renate Zimmer und nifbe-Geschäftsführer Reinhard Sliwka erläuterten dem Minister die aktuellen Ziele und Aktivitäten des nifbe. Grundsätzliches Ziel des nifbe sei der Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Konzepten in die Kita-Praxis und die landesweite interdisziplinäre Vernetzung der Akteure im Feld. „Das nifbe hat sich als leistungsstarkes Bindeglied zwischen Forschung und Praxis aufgestellt“, resümierten sie.


Kultusminister Grant Hendrik Tonne (l.) mit nifbe-Direktorin
Prof. Dr. Renate Zimmer und nifbe-Geschäftsführer Reinhard Sliwka

Zum Start des neuen Kindergartenjahres am 1. August 2018 müssen die Eltern von Kindern im Alter von drei Jahren bis zur Einschulung keine Kindergartenbeiträge mehr bezahlen. Die Kommunen erhalten als Ausgleich für die entgangenen Elternbeiträge eine Summe von rund 1,4 Milliarden Euro bis 2022. In dem Pakt weiter enthalten sind ein „Härtefall-Fonds“ für Kommunen, die trotz des Ausgleichs über die Erhöhung der Finanzhilfe von 20 % auf 55 % und aufsteigend auf 58 % unter Einnahmeausfällen leiden. Weiter erhalten Träger zusätzlich Gelder als Ausgleich für Tarifsteigerungen der Beschäftigten in Kindertagesstätten, Regelungen zur Freistellung von Beiträgen in der Kindertagespflege sowie Mittel für Qualitätsverbesserungen und Investitionen im Kita-Bereich. Tonne: „Damit gehen wir einen großen Schritt in Richtung gebührenfreier Bildung in Niedersachsen. Beitragsfreiheit und Qualitätsverbesserungen sind zwei Seiten ein und derselben Medaille.“

Ein weiterer Punkt, der im nifbe erörtert wurde, war die Stärkung des Bildungsauftrages der Kindertageseinrichtungen durch die alltagsintegrierte Sprachförderung. Diese soll ab dem neuen Kindergartenjahr gesetzlich verankert und damit nachhaltig gestärkt werden. Dafür und für die differenzierte Förderung von Kindern mit besonderem Bedarf im letzten Jahr vor der Einschulung stellt das Land zusätzliche Mittel in Höhe von jährlich 32,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die vorschulische Sprachförderung soll damit zukünftig von Fachkräften in Kindertagesstätten durchgeführt werden. Nifbe-Direktorin Prof. Dr. Renate Zimmer begrüßte diese Maßnahme, da hiermit „der überfällige Schritt von einer additiven zur alltagsintegrierten Sprachförderung“ gegangen werde. Die Verlagerung dürfe allerdings nicht zu einer Mehrbelastung der pädagogischen Fachkräfte in der Kita führen. Notwendig seien auch landesweite Qualifizierungsangebote für die alltagsintegrierte Sprachförderung und -beobachtung. An dieser Stelle wies Prof. Dr. Renate Zimmer darauf hin, dass das nifbe in Nordrhein-Westfalen die alltagsintegrierte Sprachförderung und -beobachtung über MultiplikatorInnen-Fortbildungen flächendeckend eingeführt habe.

Nifbe-Pressesprecher Dr. Karsten Herrmann stellte dem Minister die aktuelle landesweite Qualifizierungsinitiative des nifbe unter dem Titel „Vielfalt leben und erleben!“ vor. „Der Umgang mit einer zunehmenden gesellschaftlichen individuellen, sozialen und kulturellen Vielfalt ist derzeit sicherlich eine der größten bildungspolitischen Herausforderungen“, erläuterte Herrmann. Entsprechend biete das nifbe für Kitas drei kostenlose Qualifizierungsformate an – Inhouse-Schulungen, Leitungscoaching und sozialräumliche Maßnahmen. Dafür hat das nifbe ein fachliches Grundlagenpapier entwickelt und ReferentInnen qualifiziert.

Große Einigkeit bestand darin, dass der „Niedersachsen-Plan“ für eine Reform der Erzieherausbildung eine gute Grundlage dafür ist, mehr Fachpersonal für Kindertageseinrichtungen zu gewinnen. Dieser enthalte Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität der Ausbildung und des Berufes. Wichtig sei, dass die Ausbildung nach wie vor auf einem hohen fachlichen Niveau stattfinde. Die Vorschläge für dualisierte Elemente durch die Ausbildung zum/zur Sozialpädagogischen Assistenten/in und zum/zur Erzieher/in ab dem neuen Schuljahr auch in Teilzeit, gehe in die richtige Richtung.

Quelle: Pressemitteilung Niedersächsisches Kultusministerium / nifbe