Laudatio des Bundespräsidenten

Laudatio des Bundespräsidenten – Bundesverdienstorden für Prof. Dr. Renate Zimmer

Seit über 30 Jahren beschäftigt sich die national und international anerkannte und an der Universität Osnabrück lehrende Sport– und Erziehungswissenschaftlerin mit der frühkindlichen Bildung. Schon früh entwickelte sie Konzepte zur frühkindlichen Entwicklungsförderung und zur Psychomotorik. Praktisch brachte sie ihr Wissen in mehreren Bundesländern bei der Erstellung der Bildungspläne für den Elementarbereich ein. Bundesweit bekannt sind ihre seit 1991 stattfindenden Kongresse „Bewegte Kindheit“, an denen regelmäßig 2500 Pädagoginnen und Pädagogen teilnehmen. Viel zitiert ist einer ihrer Buchtitel „Toben macht schlau!“, mit dem sie auf die Bedeutung der Bewegung für das Lernen verweist. Ihr unermüdliches Engagement für Kinder zeigt sich auch in ihrer Initiative zur psychomotorischen Förderung von Kindern mit Entwicklungsauffälligkeiten, mit denen sie selbst auch praktisch arbeitet.

Überreichung des Bundesverdienstordens an Prof. Dr. Renate Zimmer

Bundesverdienstorden für Prof. Dr. Renate Zimmer

Pressemitteilungen Uni Osnabrück

Nr. 225/2007

Osnabrück, 2007–08–23

Eine mehr als nur engagierte Wissenschaftlerin

Uni Osnabrück: Prof. Dr. Renate Zimmer wird mit Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet

Sie hat bereits vor 30 Jahren immer wieder herausgestellt, dass Kinder umso besser lernen, wenn sie ausreichend Bewegungsmöglichkeiten haben. »Es ist heute bewiesen, dass Bewegung insbesondere bei jüngeren Kindern als Motor der Entwicklung und als Initiator von Lernprozessen gilt und dass gerade in den ersten Lebensjahren die Lernfähigkeit eines Kindes so groß ist wie in keiner anderen Lebensphase«, so Prof. Dr. Renate Zimmer. Am Dienstag, 4. September, wird Bundespräsident Horst Köhler der Sport– und Erziehungswissenschaftlerin von der Universität Osnabrück für ihr besonderes gesellschaftspolitisches Engagement in Berlin das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreichen. »Für mich ist die Auszeichnung eine große Ehre, sie ist aber auch ein Symbol für die zunehmende Anerkennung der Bedeutung frühkindlicher Bildung«, so Zimmer.

Seit über 30 Jahren setzt Renate Zimmer sich unermüdlich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern, insbesondere für die Förderung von Bildung und Gesundheit durch Bewegung in Kindergärten und Schulen, ein. Sie entwickelte Konzepte frühkindlicher Erziehung und Bewegungserziehung (»Bewegte Schule«) und hat durch Veröffentlichungen und wissenschaftliche Studien das Gebiet entscheidend vorangetrieben und auch die Praxis nachhaltig beeinflusst. Sowohl national als auch international zählt sie zu den führenden Experten frühkindlicher Erziehung.

Zimmer studierte das Fach Sport/Sportwissenschaft an der Universität Mainz und der Sporthochschule Köln, war als Lehrerin an einem Gymnasium und einer Grundschule (in Bitburg) tätig und absolvierte dann ein weiteres Studium der Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Frühe Kindheit. Bereits in ihrer Dissertation befasste sich die Wissenschaftlerin mit den Zusammenhängen zwischen der motorischen und der kognitiven Entwicklung bei Kindern. Seit 1981 hat sie eine Professur für Sportwissenschaft/Sportpädagogik an der Universität Osnabrück inne. Bundesweit bekannt sind die Kongresse »Bewegte Kindheit«, die unter der Leitung von Renate Zimmer regelmäßig in Osnabrück stattfinden und von rund 3000 Pädagoginnen und Pädagogen besucht werden.

Am 4. September werden in Berlin insgesamt 28 Persönlichkeiten mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet, die sich im Bildungsbereich besondere Verdienste erworben haben. Der Verdienstorden stellt eine der höchsten Auszeichnungen der Bundesrepublik Deutschland dar. »Ich freue mich sehr, dass Frau Prof. Zimmer diese Auszeichnung erhält, sie hat sie mehr als verdient, denn sie ist eine Wissenschaftlerin, die mehr als nur engagiert forscht und lehrt. Sie ist zudem eine geschätzte Kollegin, auf die wir immer bauen können«, so die Dekanin des Fachbereichs Erziehungs– und Kulturwissenschaften, Prof. Dr. Martina Blasberg–Kuhnke.

Verantwortlich für den Inhalt: Pressestelle Universität Osnabrück
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