3. Interdisziplinäres Projekt

Die Bedeutung und Förderung von Selbstkompetenzen ist ein forschungsstellenübergreifendes Thema. Im Mittelpunkt stehen neben den Selbstkompetenzen von Kindern auch die pädagogischer Fachkräfte. Forschungen betreffen die Selbstkompetenzentwicklung von Kindern und wie sie positiv beeinflusst werden können. Dabei kooperierten die Forschungsstelle Begabungsförderung und die Forschungsstelle Bewegung und Psychomotorik in verschiedenen Projekten zu dieser Thematik. Aus einem regelmäßig stattgefundenen Forschungskolloquium heraus, in dem unterschiedlichste Fragestellungen diskutiert und aus verschiedenen fachtheoretischen Perspektiven beleuchtet wurden, entstand zunächst ein drittmittelgefördertes und forschungsstellenübergreifendes Projekt „(Selbst)kompetent bilden – Kinder nachhaltig stärken“. Dieses baute auf einer projektbezogenen Pilotstudie unter Berücksichtigung quantitativer und qualitativer Forschungsansätze auf, die als Grundlage für die Entwicklung einer Fortbildungsreihe für pädagogische Fachkräfte diente.

Grundlegende Annahme aller beteiligten Forschungsstellen war die zentrale Bedeutung von Selbstkompetenzen und einem stabilen Selbstkonzept pädagogischer Fachkräfte, um Kinder in ihrer Entwicklung und im Speziellen im Aufbau ihrer Selbstkompetenzen und ihres Selbstkonzepts nachhaltig unterstützen zu können. Die Erklärung liegt in der vielfachen Verknüpfung über Bindungs- und Beziehungserfahrungen, Modelllernen und den Wirkprozessen von Haltung in der pädagogischen Arbeit. Forschungsfragen der beteiligten Fachdisziplinen wie „Welche Rolle spielt das Selbst in der pädagogischen Beziehungsgestaltung?“ (Prof. Solzbacher), „Wie können Zugänge zum Selbst über Körper, Bewegung und Handlung in Erfahrungssituationen erlebt werden?“ (Prof. Zimmer) und „Welchen Beitrag kann die Entwicklung und Validierung verschiedener Methoden zur Diagnostik von Selbstkompetenzen leisten?“ (Prof. Kuhl) führten zu dem interdisziplinären Zugang zum Thema der Selbstkompetenzen, wie er als Grundgedanke in den beschriebenen Projekten zu finden ist und eine innovative WERT-Methodik in den Fortbildungen zur Folge hatte.